Fotos Liquid Love

 

 

 

Fotocredits: Amelie Gante, Carleen Coulter

Vulva Seifen von Lejlac

Feministische Statement Seifen von Lejlac

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Eine Seife ist eine temporäre Skulptur, sie ändert Ihre Haptik und somit auch unsere Sinneswahrnehmungen. Bei Lejlac zeigt sie die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Vulva. Diese ans Licht zu holen war Ele, der Gründerin von Lejlac, ein Anliegen.

Schaut her, so schön sind Vulven!

Das beeindruckende ist, dass es Abdrücke von echten Vulven sind. Wir bringen die nachhaltigen Vulvaskulpturen zu dir nach Hause. Erfreue dich an Ihrem Aussehen, dem Duft oder nutze sie als sinnliches und pflegendes Objekt für die tägliche Pflege. Die Seifen werden von Hand gesiedet mit viel Sorgfalt und besten Inhaltsstoffen. Die schwarze Seife ist eine Aktivkohleseife – super für die tägliche Körperpflege, auch für Gesicht und Haare.

Entdecke noch mehr Vulva-Vielfalt! Seifen in allen Formen und Farben – Hier geht’s zum Shop von Lejlac:

 

Zwischen Fantasie und Wunsch

Zwischen Fantasie und Wunsch

 

In der 7. Folge der 1. Staffel von Sex in Berlin geht es um sexuelle Fantasien. Mit der Regisseurin, Darstellerin, Autorin und Intimacy-Koordinatorin Paulita Pappel spricht Nike über ihr neues Buch „Pornopositiv – was Pornografie mit Feminismus, Selbstbestimmung und gutem Sex zu tun hat“. Außerdem erzählt sie von Porno-Drehs, ihre Erfahrungen in Berlin und was sie über KI in der Branche denkt.

Nike besucht außerdem das Cyber-Bordell „Cybrothel“, in dem man Sex mit Puppen haben kann. Durch eine VR-Brille und Strap-on-Dildo kann man sogar einen Penis und Penetrations-Sex simulieren. Und in der Virtual Reality ist alles möglich… oder? Das Cybrothel hat auch blaue Alien-Puppen. Wie wäre es mit einer Session auf einem anderen Planeten? In diesem ganz besonderen Bordell kann man die viele Fantasien umsetzen und ausleben. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, hört doch mal in die Folge rein. Dann erfahrt ihr auch mehr über die weibliche Perspektive in einer Branche, die häufig nur cis männliche Heteros ansprechen möchte. Auch die Gesellschaft sieht weiblich sozialisierten Personen typischerweise nicht in diesen Szenarios. Magali Hansen hat für den Podcast eine Session im Cybrothel gebucht und berichtet vom Sex mit einer Puppe. Außerdem thematisieren wir in der Folge 7 KI-generierte Pornobilder. Neben lustigen Sucheingaben (wie beispielsweise einem See aus Sperma oder Sex mit einem Wal), beschäftigen uns einige kritische Fragen (zum Beispiel über Deep-Fakes).

Generell ist die Unterscheidung zwischen Wunsch und Fantasie wichtig.

Eine sexuelle Fantasie muss nämlich nicht unbedingt auch ein Wunsch sein. Wenn man sexuelle Fantasien im Internet sucht, finden sich oft Listen mit Mischungen aus Fantasien und Wünschen: Dreier, Exhibitionismus, Sex mit Unbekannten, Rollenspiele, „consensual non-consent“, anderen beim Sex zuschauen, die Vorstellung vom „Benutzt-werden“. Dazu ein Beispiel: Exhibitionismus kann eine sexuelle Fantasie sein, aber es muss deswegen nicht auch der Wunsch existieren, in der Realität exhibitionistisch zu handeln. Die Fantasie vom „Benutzt-werden“ kann als Wunsch in Form von „consensual non-consent“ ausgelebt werden (abgesprochene Handlungen des konsensuellen nicht-Consents; es werden Safe-Wörter vereinbart, die das echte „Nein“ ersetzen). Aber hinter dieser Fantasie steckt nicht der Wunsch danach, wirklich (also nicht-konsensuell) benutzt, missbraucht oder vergewaltigt zu werden.

 

Wie du mehr über deine eigenen Wünsche und Fantasien erfahren kannst:

  • Schreibe intuitiv alles auf, was dir zu sexuellen Wünschen und Fantasien einfällt. Woran denkst du spontan? Was macht dich an? Wo erlaubst du dir Fantasien und Wünsche? Wo erlaubst du sie dir nicht?
  • Wenn dir der erste Punkt schwer fällt: Schreibe in 2 Minuten assoziativ alles auf, was dir einfällt. Dabei darfst du keine Pause während des Schreibens machen. Versuche deine Gedanken frei laufen zu lassen.
  • Erstelle 3 Spalten auf einem Papier: Fantasie, Wunsch, unsicher. Trage in die Spalten deine Assoziationen und alles, was dir dazu eingefallen ist ein. Was macht es mit dir, wenn du diese Tabelle vor dir siehst?
  • Welche sexuellen Fantasien oder Wünsche magst du gerne? Warum?
  • Hast du sexuelle Fantasien oder Wünsche, die dir unangenehm sind? Warum? Wie gehst du damit um?
  • Welche sexuellen Wünsche hast du schon ausgelebt? Welche noch nicht? Warum?

 

 

Sexpositive Literatur

Literaturempfehlungen für sexpositive Lesemäuse

In der 6. Folge des Podcasts Sex in Berlin spricht Nike mit Paulita Pappel. „Pornopositiv – was Pornografie mit Feminismus, Selbstbestimmung und gutem Sex zu tun hat“ lautet der Titel ihres neuen Buches. Hier erweitern wir unsere Literaturempfehlungen für mehr sexpositives Wissen, Denkanstöße und Diskussionsstoff.

 

Power Bottom – Eva Tepest

Morgen wird Sex wieder gut. Frauen und Begehren. – Katherine Angel

King Kong Theorie – Virginie Despentes

Conjuring the sex positive witches sluts feminists – Kristen J. Sollée

Sexpositiv. Intimität und Beziehungen neu verhandelt – Beatrix Roidinger & Barbara Zuschnig

Sex, aber richtig? – Joris Kern

The ethical slut – Janet W. Hardy

Bi. Vielfältige Liebe entdecken. – Julia Shaw

Porno. Eine unverschämte Analyse – Madita Oeming

Warum Liebe weh tut – Eva Illouz

lieben lernen – bell hooks

alles über liebe – bell hooks

 

 

Weiterführende oder verwandte Themen:

Toxische Weiblichkeit – Sophia Fritz

Zu Lieben. Lieben als politisches Handeln / Kapitalismus entlieben – Lann Hornscheidt

Hässlichkeit – Moshtari Hilal

Exit Gender – Lann Hornscheidt, Lio Oppenländer

Scham umarmen – wie mit Privilegien und Diskriminierungen umgehen? – Sannik Ben Dehler

How to raise a feminist son – Sonora Jha

Schwarz. Deutsch. Weiblich. Warum Feminismus mehr als Geschlechtergerechtigkeit fordern muss – Natasha A. Kelly

Unlearn Patriarchy – mit Beiträgen von Madeleine Alizadeh, Teresa Bücker, Kübra Gümüşay, Emilia Roig, Kristina Lunz u.v.a.

Unlearn Patriarchy 2 – mit Beiträgen von Melina Borčak, Anne Dittmann, Miriam Davoudvandi, Asha Hedayati, Sarah Vecera u.v.a.

 

 

Interview Martin*a von sidekicks

In der 5. Folge des Podcasts Sex in Berlin dreht sich alles um die queere und schwule (Party-)Szene, Darkrooms, Musik, das Berghain und Safer Sex. Martin*a von sidekicks Berlin beantwortet uns hier auf sin.berlin noch weitere spannende Fragen. Die Schwulenberatung Berlin startete das Projekt sidekicks, um auf queeren Veranstaltungen über Safer Sex und Safer Use aufzuklären.

 

  1. Was hat Sex mit Safer Use und Substanzgebrauch zu tun?

Mir fallen spontan drei Aspekte ein, die die Themen miteinander verbinden. Gerade an Orten, wo Menschen zum Feiern zusammenfinden, treffen Sexualität und Substanzgebrauch häufig aufeinander. Stellen wir uns ein Open-Air-Festival, eine Bar mit Darkroom, eine sexpositive Techno-Party oder gar das lokale Schützenfest vor, werden vermutlich viele Beispiele in den Sinn kommen. Orte, an denen Nüchternheit oder Abstinenz die Regel ist, sind selten. Sex und Drogengebrauch kommen oft zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Sowohl beim Sex als auch beim Benutzen von Drogen gehen wir unvermeidbare Risiken ein. Einen risikofreien Sex oder Drogenkonsum gibt es nicht. Es ist allerdings möglich, die Risiken mit bestimmten Handlungen unwahrscheinlicher zu machen. Die Wechselwirkung von Sex und Substanzen bringt besondere Risiken mit sich. Wenn Menschen betrunken oder high Sex haben, kann es zum Beispiel sein, dass sie weniger auf Safer Sex achten oder andere Entscheidungen treffen, als wenn sie nüchtern wären. Außerdem haben Sex und Drogengebrauch aus meiner Sicht noch eine große Gemeinsamkeit: Beide Themen sind tabuisiert und in Teilen mit Stigmata belegt. Das macht es für viele schwerer, Informationen zu bekommen oder über ihre Interessen und Erfahrungen zu sprechen.

  1. Was sind häufige Fragen in Clubs, die euch Menschen stellen?

Was den Themenbereich Substanzgebrauch angeht, bekommen wir viele Fragen zu Safer Use, Wirkweisen und Nebenwirkungen einzelner Substanzen (aktuell G und Mephedron) sowie Mischkonsum. Konkrete Fragen, die wir hören, sind zum Beispiel: „Was kann ich konkret tun, um meinen Konsum sicherer zu machen?“, „Worauf kann ich beim Konsum von G achten?“ oder „Kann ich Substanz X nehmen, wenn ich schon Substanz Y genommen habe?“. In letzter Zeit gibt es vermehrt Fragen zum Berliner Drug Checking sowie Heimtests/Teststreifen für Drogen. Nach wie vor bekommen wir außerdem viele Fragen zu den Themen Schutz durch PrEP, HIV-Tests und sexuell übertragbaren Infektionen. Zum Beispiel wünschen sich Personen Unterstützung bei der Einschätzung „Ist die PrEP etwas für mich?“ oder sind interessiert daran, wo sie sich auf HIV und STI testen lassen können. Auch zum Thema Konsens möchten Gäste gerne mit uns sprechen. Viele Menschen melden uns nach Gesprächen mit uns positive Überraschung und Dankbarkeit für unser Angebot zurück.

  1. Welches Wissen über Safer Sex und/oder Safer Use wird deiner Meinung nach zu wenig thematisiert?

Zu Safer Use: Die Bedeutung von Verboten und Restriktionen in Bezug auf Safer Use könnte mehr diskutiert werden. Viele Orte entscheiden sich weiterhin, explizit den Gebrauch von GBL zu verbieten und einen Verstoß mit Rausschmiss und Hausverbot zu belegen. Dieser Umgang macht es wahrscheinlicher, dass Leute aus Angst keine Safer Use Utensilien mitnehmen, ihren Konsum geheim halten oder im Notfall lieber keine Hilfe holen. Was Safer Sex angeht: Aus meiner Erfahrung meinen wir häufig Unterschiedliche Dinge, wenn wir von Safer Sex sprechen. Ich glaube, dass es hilfreich sein kann, genauer zu benennen, um welche Infektionen und Handlungen es geht. Hier ein kleiner Exkurs zum Begriff „Safer Sex“: Der Begriff Safer Sex bezieht sich erst einmal nur auf den Schutz vor HIV. Im Grunde gibt es drei Strategien, die oft als „Safer Sex 3.0“ zusammengefasst werden. Diese sind: das Kondom, die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) und die Therapie als Prävention (TasP). Jede einzelne von diesen Strategien bietet bei richtiger Anwendung einen sehr wirksamen Schutz vor HIV. Was die meisten Menschen meinen, wenn sie Safer Sex sagen, ist allerdings allgemeiner. Hier geht es nicht nur um HIV, sondern auch um den Schutz vor weiteren möglichen Sexuell übertragbaren Infektionen: zum Beispiel Chlamydien, Gonorrhö, Syphilis, usw. Die meisten Safer Sex Strategien oder weitere Hilfsmittel wie Lecktücher oder Handschuhe können einen gewissen Schutz vor STI bieten. Allerdings ist der Schutz vor STI weniger wirksam, weil diese Infektionen sich leichter übertragen.

  1. Welche Safer Sex Praktiken oder Infos werden deiner Meinung nach unterschätzt und welche werden überbewertet (falls es das gibt)?

Unterschätzt: Meiner Meinung nach wird die TasP unterschätzt. TasP bedeutet: eine HIV-positive Person ist nimmt Medikamente, die den Virus im Körper so weit unterdrücken, dass er unter einen Grenzwert kommt. Dann kann HIV beim Sex (auch ohne Kondom) nicht mehr an andere weitergegeben werden. Dieses Wissen ist noch nicht überall angekommen.

Überbewertet: Das Kondom schützt super gegen HIV. Es wird allerdings oft überbewertet, was den Schutz vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen angeht. Viele gehen davon aus, dass ein Kondom verlässlich vor allen STI schützen kann. Das stimmt so nicht. Eine Übertragung von STI ist trotz Kondom weiterhin, zum Beispiel über Schmierinfektion, möglich. Darum: Sexuell übertragbare Infektionen können auch bei Safer Sex passieren. Stay calm & test yourself every now and then.

  1. Warum findet man euch nur auf queeren Events?

Unser Projekt basiert auf dem sogenannten Peer-Ansatz. Peers sind Personen, die ähnliche Erfahrungen oder Hintergründe haben. In unserem Team identifizieren sich alle Mitarbeitenden selbst als queer und unterstützen andere queere Personen. Kurz gefasst ist unser Angebot von Queers für Queers – und dafür sind wir auch vom Land Berlin beauftragt.

  1. Was ist dein persönlicher Tipp für ein gut vorbereitete sexpositive Partynacht (generell und speziell wenn es um Safer Sex geht)?

Mein persönlicher Tipp: Nimm dir zuhause 10 ruhige Minuten und setze dir eine Intention für die Nacht. Frage dich: Was möchte ich erleben? Was möchte ich tun? Wovon möchte ich Abstand nehmen? Was möchte ich sein lassen? Was brauche ich, damit das klappt?

  1. Welche kuriose Geschichte hast du schon mal auf einer sexpositiven Party erlebt?

Na, wir werden doch nicht aus dem Nähkästchen plaudern! 😉 An alle Leser*innen da draußen: Fühlt euch frei, eure kuriosen Geschichten zu erzählen, wenn ihr uns mal irgendwo live in Action seht. Wir versprechen euch: Was ihr uns anvertraut, bleibt bei uns.

Sexpositive Clubs & Clubevents Berlin

Sexpositive Clubs & Clubevents in Berlin

In der 4. Folge des Podcasts „Sex in Berlin“ geht Nike auf die Suche nach heißen Events in Berliner Clubs und der Frage, wie das mit der Awareness und Konsenkultur eigentlich so läuft. Höre auf Spotify in die Folge rein und erfahre mehr dazu (Podcast ist auch auf allen anderen Podcast-Plattformen verfügbar). Und hier haben wir noch eine extra Liste für alle sexpositiven Nachteulen, die sich noch nicht entscheiden können oder neue Inspiration brauchen:

 

Sexpositive Clubs:

 

Sexpositive Clubevents:

 

Zu viel Auswahl? Probier doch mal unseren Sexomaten aus: Da kannst du herausfinden, welche Party am Wochenende die Richtige für dich ist oder ob vielleicht ein angeleiteter Workshop passender wäre. Teste jetzt den Sexomat!

 

Sexpositive Workshops

Ein Besuch im IKSK – und wo es sonst noch sexpositive Events und Räume gibt

Du planst einen Besuch im IKSK oder möchtest gerne mal dort ein Event oder einen Workshop ausprobieren, aber weißt nicht so ganz, wo du als Neuling hingehen solltest? Oder was zu dir passt? Dann haben wir hier für dich eine kleine Liste mit Hinweisen und Erfahrungen von Nike und der Redaktion zusammengestellt. Insbesondere Nike kennt das IKSK schon ganz gut und hat bereits einige Workshops dort besucht.

Vom Workshop „Girls with cocks“ über spielerisches Kämpfen beim „Play Fight“

Das Institut für Körperforschung und sexuelle Kultur (IKSK) wurde 2020 in Berlin am Holzmarkt eröffnet. Es befindet sich ganz oben in einem Turm-artigen Gebäude mit großen Fensterfronten und hellem Design. Hier gehört Sexualität zum Alltag. Von dort aus blickt man über die Stadtbahn, die Spree, den Holzmarkt und den Club Kater Blau. Eine wilde Mischung aus Trubel und Ruhezone. Das IKSK bietet sehr viele unterschiedliche Workshops und Kurse. Wer noch nie da war, kann schnell überfordert oder unsicher sein – wo anfangen? Was machen? Und vor allem: bei wem? Hier sind unsere Tipps und Hinweise, wie du am besten deinen ersten IKSK-Besuch gestalten könntest:

Vorher:

  • Schau dir erstmal ganz in Ruhe das Programm an und schreibe dir auf, was dich intuitiv anspricht
  • lies nach, ob es in der Eventbeschreibung irgendwelche „Erfahrungslevel“ gibt, für die das Event empfohlen wird, frage nach, wenn du dir unsicher bist
  • mach lieber erstmal etwas ruhiger, übernimm dich nicht – es sei denn, du suchst genau das
  • wenn du bestimmte Sorgen oder Wünsche hast, schreibe die Kontaktperson des Events an und frage nach
  • Frage dich: möchtest du alleine oder mit einer dir vertrauten Person hingehen? Was ist die Zielgruppe, mit der du dich wohlfühlen würdest (möchtest du zb zu einem Event, das nur für queere oder flinta Personen ist?)? Möchtest du zu einem einmaligen Event gehen oder lieber zu einem regelmäßig stattfindenden Event (dort kommen wahrscheinlich eher Menschen hin, die sich schon gut kennen)?
  • Auf der Website gibt es auch eine Rubrik, bei der sich die Personen vorstellen, da kannst du mehr über die Kursleitenden erfahren

Während:

  • auch wenn es oft um angeleitete Übungen geht, musst du bei nichts mitmachen, was du nicht möchtest
  • du kannst jederzeit gehen, wenn es dir zu viel wird oder keinen Spaß macht
  • auch wenn du mal eine Pause benötigst, kannst du dich jederzeit zurückziehen

Nachher:

  • Integration ist besonders bei intensiven oder neuen Erfahrungen wichtig, nimm dir Zeit für dich und reflektiere, wie es dir mit dem Erlebten geht und was du daraus mitnimmst
  • Feedback: Teile der Person, die das Event geleitet hat, mit, wie es dir gefallen hat, positive und negative Aspekte, konstruktive Kritik hilft allen weiter

 

Weitere sexpositive Eventspaces und Räume:

  • other nature – in diesem Sexshop gibt es auch regelmäßig Workshops und Kurse
  • Sexclusivitäten – Sex-Beraterin, Mediatorin Kommunikations-Wissenschaftlerin Laura Méritt lädt euch in ihr Wohnzimmer zu unterschiedlichen Veranstaltungen ein
  • Vani Studio
  • Karada House
  • Life Artists Creators Hub – hier finden manchmal sexpositive Events statt, wie bspw. die Tempel Nächte von Lenia Soley
  • Haus Lebenskunst – hier finden z.B. die Play Tempel von Mx. Gili statt

 

Auch die Folge 3 des Podcasts „Sex in Berlin“ gibt euch einen intimen und schönen Einblick in das IKSK. Nike trifft sich dort mit Felix Ruckert, dem Choreografen, der das IKSK mitgegründet hat. Außerdem spricht Nike mit der Sexologin Coach Lea, die ebenfalls Workshops am IKSK gibt. Ihr Spezialgebiet ist Spanking und vaginales Fisten. Hier könnt ihr die Folge hören:

Folge 3

Interview Liebelei

Liebelei – Interview Katharina & Ferdinand

 

Caps mit Made in Vagina vorne drauf. Eine goldene Kette, die fickificki sagt. Ferdinand und Katharina sind zwei kreative Köpfe, die den Themen Sex und Sexualität mit viel Humor begegnen und dabei auch die Aufklärung nicht zu kurz kommen lassen. Das erkennt man bereits nach einem kurzen Blick auf ihre Website und wenn man den pink- und rosafarbenen Sexshop “Liebelei” besucht, den die beiden begründet haben.

Die “Liebelei” ist ein Ort für all jene, die nicht nur den schnellen Kick suchen, sondern tiefer in ihre Selbsterfahrung eintauchen möchten. Die beiden gestalten schmuckvolle Yoni Eier und Sextoys aus Edelsteinen, geben Onlinekurse rund um (Selbst-)Liebe, Partnerschaft & Sexualität und haben allerlei lustigen Schnickschnack wie die Made-in-Vagina-Caps. Den Menschen, die die Liebelei besuchen, ist ein besonderes Erlebnis wichtig, das über die Klischées von Sex und Sexualität hinausgeht.

 



Studio36: Ferdinand und Katharina, und was ist EUCH für die Liebelei wichtig?

Ferdinand & Katharina: Natürlichkeit. Nicht nur in den Materialien, die wir verwenden, sondern auch im Umgang mit Sexualität. Wir sind geprägt von einem verzerrten Bild zwischen Tabuisierung und Pornofizierung. Wer unseren Podcast ›Fucketlist‹ kennt oder uns bei Instagram (@liebelei.reloaded) folgt, weiß, dass wir kein Blatt vor den Mund und das Genital nehmen — selbst oder gerade wenn uns mal etwas peinlich ist. Denn genau dann können wir erfahren so angenommen zu werden, wie wir sind, und ausleben, wonach wir uns sehnen. Weitere ganz wichtige Zutaten für die Liebelei sind Genuss und Humor, die das Leben einfach so viel köstlicher machen!

Studio36: Gibt es einen besonders schönen Moment oder ein Highlight, dass du durch deine Arbeit bei der Liebelei hattest und an das du besonders gern zurück denkst?

Katharina: Letzten Sommer habe ich ein Tantra-Retreat für 30 Frauen gegeben. Das waren die anstrengendsten, aber auch berührendsten Tage seit langem, da wir in all unserer Schönheit und Verletzlichkeit zusammenkamen und am Ende uns alle einig waren, dass wir gemeinsam Utopia erreicht haben.

Studio36: Wo hat Berlin zum Thema Sex noch Nachholbedarf? Was würdest du dir in und für Berlin noch wünschen?

Ferdinand & Katharina: Berlin ist anderen Orten weit voraus. Nirgendwo ist die sexuelle Selbstbestimmung weiter fortgeschritten als hier. Und doch gilt das längst nicht für alle. Laufe ich allein durch die Straßen, werde ich fast jedes Mal sexuell belästigt. Ich würde mir wünschen, dass die Stadt ein Safe Space für alle wird.

Studio36: Kannst du uns einen kleinen Ausblick auf die Liebelei geben? Gibt es spannende Pläne, von denen du uns erzählen kannst? Wie bleibt man mit euch am besten im Kontakt oder hört von euch?

Ferdinand & Katharina: Dieses Jahr eröffnen wir erotische Liebesnester in Neukölln. Jedes Nest hat ein eigenes Design-Konzept, von rosa Romantik über Prunk & Protz bis Jungle-Kink. Paare können dort ganz in ihren Liebesrausch eintauchen. Ansonsten gibt’s noch einige mehr schabernackige Ideen! An denen mangelt es uns nie 🙂 Das meiste teilen wir auf Instagram unter @liebelei.reloaded, ansonsten in unserem Newsletter, weil wir leider regelmäßig auf Instagram gesperrt werden.

 



Doch diese Hindernisse wirken bei Katharina und Ferdinand wie eine Einladung zum aufklärerischen Wirken. So stellt Katharina in einem Instagram-Post vergleichend dar, wieso ihr Account schon mehrmals wegen “unangemessener Inhalte” gemeldet und gesperrt wurde, es aber andere Accounts mit ähnlichen “unangemessenen Inhalten” gibt, die anscheinend ohne Konsequenzen existieren dürfen. Dabei geht es nicht nur um das bekannte Nippel-Paradoxon. Ihre weitere Erklärung: Nackte Haut und die Darstellung von Lust und Sexualität wird auf Instagram nicht geahndet, wenn man bestimmten Normen entspricht (z.B. rasierte Bein- und Intimbehaarung) und nach dem patriarchalen Blick für “passend” bewertet wird. Immer wieder mit Meldungen oder gesperrten Accounts umgehen zu müssen – auch diese widerständische Aufklärung gehört zu dem Duo der Liebelei.

 

Mehr Liebelei & Fummelei

Du möchtest mehr über Katharina und Ferdinand erfahren? Dann höre jetzt in unsere „Sex in Berlin“ Folge Nummer 2 rein!
Hier geht’s zur Folge auf Spotify:

Sex in Berlin – Folge 2

Interview Danielle Barnett

Naked Tea Party – Interview Danielle Barnett

 

Stille. Einfach nur Stille. Keine Menschenseele spricht. 

Danielle sitzt 2018 in ihrer Wohnung in Kalifornien und macht seit vier Tagen eine Schweige-Meditation. Sie liebt es, Dinge auszuprobieren. Sie möchte in ihr tiefstes Inneres hören und neue Kraft schöpfen. Neue Kraft, die neue Ideen mit sich bringt. Doch seit vier Tagen passiert einfach nichts. Danielle macht diese Schweige-Meditation nicht zum ersten Mal. Angefangen hat sie bereits 2014. Somit kennt sie ihren Geist und ihre Gedanken gut.  Und plötzlich passiert es. Plötzlich schießt ihr eine Idee in den Kopf. Eine Idee, die Danielles Leben verändern wird. 

Dass sie es liebt, sich frei zu bewegen, erzählt Danielle mit einem Funkeln in ihren Augen: “Ich fing schon an, auf dem College Nackt-Events zu veranstalten. 2011 lud ich meine Mitbewohner zu einer Party in meine Wohnung ein. “Topless Tuesday Tea Partys” hieß die erste Veranstaltung. Ich wollte den Leuten einfach dieses Gefühl von Freiheit mitgeben.”. Somit entwickelte sie immer wieder neue Ideen und Konzepte, um ihrer Leidenschaft, dem Nackt-Sein, Freiheit zu geben. “2014 unterrichtete ich “Naked-Yoga” und wusste, dass es noch mehr geben muss.” Und als mir die Idee mit der “Naked Tea Party“ kam, spürte ich ein Feuer in mir, das vorher noch nie da gewesen war.

 



Studio36: Na dann erzähl mal! Wie kam es dazu, dass du die Naked Tea Party in Berlin gegründet hast?

Danielle: Ich hatte die erste Veranstaltung auf dem “Hedoné Festival 2019” angemeldet. Dort hatte ich das Gefühl, dass ich acht Arme bekommen habe, weil ich eine Million Dinge gleichzeitig gemacht habe. Zum Glück lernte ich schnell ein paar nette Menschen kennen, die mir ziemlich spontan geholfen haben, den Tee zu servieren. 

 

Studio36: Das heißt, dass du von Anfang an Unterstützung bekommen hast?

Danielle: Ha! Ich hatte sehr wenig Unterstützung am Anfang. Keinem war so wirklich klar, wie ich diese Idee zur Realität werden lassen kann. Das “Wie” wurde mir von Party zu Party immer klarer. 

Vor allem haben mir Freundschaften in Berlin weitergeholfen, mein Konzept zu entwickeln. 2021 lernte ich den Betreiber vom Sisyphos kennen und der gab meiner “Naked Tea Party” ein regelmäßiges zu Hause. Ab 2022 konnten wir die Veranstaltung monatlich dort stattfinden lassen. Dies war mir eine große Hilfe und gab mir die Chance, durch die Regelmäßigkeit das Event wachsen zu lassen. 

 

Studio36: Verstehe. Danielle, für wen ist denn die Naked Tea Party genau das richtige? Worauf darf man sich freuen, wenn man deine Veranstaltung besucht?

Danielle: Die Naked Tea Party ist für jeden Neugierigen. Menschen, die offen dafür sind, ihre eigenen Grenzen, Glaubenssätze und Identität zu vertiefen. Menschen, die respektvoll miteinander umgehen, open-minded sind und einfach sensibel mit anderen umgehen können. 

Du kannst dich bei einem Besuch der Naked Tea Party auf vieles freuen! Bei uns findet man eine warme Atmosphäre, warmes Licht, melodische Musik und überall offene und nette Menschen. Und natürlich gehört ein interessantes Sortiment an jeglichen Tee dazu! Man kann sich darauf freuen, Neues zu entdecken. Es ist eine echt besondere, einzigartige Erfahrung, bis zu hundert nackte Menschen zu treffen. Schau doch mal selbst vorbei.

 

Studio36: Das glaube ich dir.  Wie erfahre ich denn von euren Events?

Danielle: Am besten über unsere Website, Instagram und Telegram-Kanal. Dort posten wir die Infos zu jedem Event. Meistens haben wir einen Vorverkauf für die Events. Dort ist es oft so, dass man ein Formular ausfüllen muss, bevor man überhaupt ein Ticket erwerben kann. Dadurch sorgen wir vorab für ausreichend Sicherheit.

 

Studio36: Kannst du mir mal eben sagen, wie eure Kanäle auf den verschiedenen Plattformen heißen?

Danielle: Auf Instagram findest du uns als: the.naked.tea.party2.0 und unser Telegram-Kanal heißt: The Naked Tea Party.

 

Studio36: Ok cool, danke! Danielle, mich würde interessieren, was dir für die Naked Tea Party ganz besonders wichtig ist?

Danielle: Das Allerwichtigste ist, dass jeder Gast bei klarem Verstand ist. Außerdem sollte jeder Gast vorab unseren Guidelines zustimmen. Diese bestehen aus keinem sexuellen Austausch in den Räumlichkeiten, einvernehmliche Gespräche und Begegnungen und dass jede:r mit dem Team sprechen und um Hilfe bitten kann. Diese Regeln sind dafür da, jedem ein gutes Gefühl zu geben und den Raum allgemein als sicher zu manifestieren. So kann jeder durch positive Energie eine gute Basis entstehen.

Ansonsten würde ich sagen: melodische Musik, warmes Licht und Privatheit im gesamten Raum, es soll ein richtiger Safe-Space sein.

 

Studio36: Das klingt richtig schön! Gab es in all den Jahren, in denen du die Naked Tea Party veranstaltet hast, einen besonders schönen Moment oder ein Highlight, an das du besonders gern zurück denkst?

Danielle: Oh wow, es gab so viele besondere Momente, die ich durch die Naked Tea Party erlebt habe. Was mich immer wieder aufs Neue freut, ist, wenn mir Menschen erzählen, wie besonders die Erfahrung an dem Abend war. Sie berichten mir, wie heilsam es für sie war und dass es einfach großartig und wunderschön ist. Über solch ein Feedback bin ich immer wieder selbst erstaunt, teilweise überwältigt.

Des Weiteren würde ich sagen, dass der Kontakt zum Sisyphos ein besonderes Highlight für mich war. Ich liebte diesen Club schon selber als Besucherin. Dort die Veranstaltung stattfinden zu lassen, ist für mich immer wieder etwas wunderschönes.

Auch all die Nachrichten von Menschen, Künstlern und Organisatoren motivieren mich immer weiter zu machen! Ich nehme das nie für selbstverständlich und finde all diese positiven Rückmeldungen sehr beeindruckend und besonders.

 

Studio36: Letzte Frage, liebe Danielle. Wen trifft man denn so bei einer Naked Tea Party? Gibt es bestimmte Altersgruppen, die besonders gern kommen?

Danielle: Unsere Partys finden ja zum größten Teil in Berlin statt. Man muss schon sagen, dass die meisten unserer BesucherInnen viel Erfahrung in der Club- und Party-Kultur haben. Diese Menschen wissen, wie man respektvoll Party machen kann. Man merkt von ihnen große Neugier und diese Neugier trägt zu einem schönen Abend bei. Unsere BesucherInnen sind eigentlich alle zwischen Mitte 20 bis in die 70er Jahre. Ich mag das! Ich finde es toll, wenn wir Raum schaffen für Diversität und Vielfalt.

 

Studio36: Liebe Danielle, ich danke dir für das Interview!

Danielle: Ich freue mich, danke dir!

 



Wenn du mehr über Danielle und die Naked Tea Partys erfahren möchtest, höre in die 1. Folge von Sex in Berlin rein. Hier geht’s zum Podcast auf Spotify:

Sex in Berlin – Folge 1